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StadtrundgangKleiner StadtrundgangEin Rundgang durch Stockach lässt die bewegte Geschichte unserer Stadt wieder lebendig werden. Im Jahre 1150 als Dorf erwähnt, sind Stockach die Stadtrechte durch eine Urkunde vom 10. August 1283 nachgewiesen. Stockach war bis Mitte des 15. Jahrhunderts Hauptort der Landgrafschaft Nellenburg und ging dann in Habsburgischen Besitz über. 340 Jahre, von 1465 bis 1805, gehörte Stockach mit der Grafschaft Nellenburg zu Vorderösterreich. Als Oberamtsstadt nahm sie dabei fast die Rolle einer Hauptstadt des Hegaus ein. Sie war Behörden-, Gerichts- und Beamtenstadt mit einer bedeutenden Poststation (schon im Jahre 1505 war hier eine Poststation angesiedelt), sie war für den Hegau und die benachbarten Grafschaften von verwaltungsmäßiger und auf dem Gebiet der Rechtsprechung von weitreichender Bedeutung. Einen kleinen, historischen Stadtrundführer erhalten Sie bei der Tourist-Info im Alten Forstamt. Am 25. Mai im Jahre 1704 wurde Stockach während des Spanischen Erbfolgekrieges von französischen und bayrischen Truppen in Schutt und Asche gelegt. Auf den Trümmern ihrer Häuser errichteten die Stockacher, zuerst direkt an die Stadtmauer angelehnt, kleine Häuser. Einige historische Gebäude wurden anschließend wieder aufgebaut, zum Beispiel die katholische Pfarrkirche St. Oswald, das ehemalige Landvogteigebäude in der Hauptstraße, das Gasthaus zum Weißen Kreuz und das Gasthaus Adler Post. Das Alte Forstamt![]() Altstadt, Hauptstraße Wir beginnen unseren Weg am Alten Forstamt. In dem historischen Gebäude sind heute die Tourist-Info, die Stadtbücherei und das Kulturamt untergebracht. Seit Frühjahr 2003 ist auch das Stadtmuseum hier zu finden. Das "Alte Forstamt" diente während der Zeit der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich als sogenanntes Rentamt. Nach dem Übergang der Stadt an das Großherzogtum Baden war das Haus Dienstsitz der Grh. Domänenverwaltung und anschließend Staatliches Forstamt. In seiner jetzigen Form wurde das Haus 1706 über einem Vorgängerbau errichtet. Kunsthistorisch einmalig ist eine Stuckdecke im 1. Obergeschoß, die durch die Art der Herstellung und Bemalung deutliche Bezüge zur Renaissancezeit aufweist. Katholische Pfarrkirche St. Oswald![]() Altstadt, Pfarrstraße Am Südende der im regelmäßigen Dreiecksgrundriss erbauten Stadt dominiert die katholische Pfarrkirche St. Oswald mit ihrem original-barocken Turm mit Zwiebelhaube, der weithin sichtbar ist. Auch St. Oswald wurde 1704 zerstört. In den Jahren 1708 bis 1728 baute man die am Anfang des 15. Jahrhunderts entstandene Kirche wieder auf. 1932 wurde das Schiff abgerissen und neu errichtet. Der alte Kirchturm blieb stehen. Sehenswert im Inneren sind das Dreikönigsrelief im Vorraum der Taufkapelle, die Epitaphien innerhalb des Hauptportals sowie die Kreuzigungsgruppe über dem Hochaltar. Bürgerhaus Adler Post![]() Altstadt, Hauptstraße Stockach zählt zu den ältesten Poststationen Deutschlands. Erstmals wurde sie 1505 als solche genannt. Hier kreuzten sich die Reiter- und Postwege der Linien Wien - Paris, Ulm - Basel und Stuttgart - Zürich. Die Reisenden und Postbeamten fanden Unterkunft im Gasthaus Adler Post. Noch im Jahre 1870 standen hier mehr als 60 Pferde in den Stallungen. Heute dient das Bürgerhaus Adler Post als Kultur- und Tagungszentrum. Hans Kuony Brunnen![]() Altstadt, Hauptstraße Die Brunnenfigur stellt den Stockacher Bürgersohn und Hofnarren Hans Kuony dar, auf den das Privileg des Hohen Grobgünstigen Narrengerichts zu Stocken zurückgeht (1351). Die Figur wurde von dem Überlinger Bildhauer und Künstler Werner Gürtner geschaffen. Die Bedenken wurden in den Wind geschlagen - und die Österreicher vernichtend geschlagen. Als Anerkennung für seine Weisheit erhielt Hans Kuony im Jahre 1351 von Leopolds Bruder, Erzherzog Albrecht, das Privileg zum alljährlich während der Fasnacht abzuhaltenden Narrengerichts, vor dem sich jedes Jahr ein prominenter Politiker (zum Beispiel Joschka Fischer, Angela Merkel, Guido Westerwelle) zu verteidigen hat. Seit der Neugestaltung der Stockacher Hauptstraße im Jahre 2002 ist der Standort des Brunnens vor dem Bürgerhaus. Hier befindet auch auch das "Narrenbaumloch", in das alljährlich am "Schmotzige Dunschdig" der ca. 30 Meter hohe Narrenbaum gesetzt wird, der bis zum vierten Fastensonntag (Lätare) stehen bleibt. LandvogteigebäudeStadtmitte, Hauptstraße 14 Im ehemaligen Landvogteigebäude (mit Glockentürmchen) hatten die nellenburgischen Landvögte von ca. 1600 bis zum Ende des Alten Reiches 1806 ihren Amtssitz. Das Gebäude wurde 1706 neu aufgebaut. Rund 20 Kameral- und Amtsvögte waren in den Amtsstuben untergebracht. Der Durchgang von der Hauptstraße zur Kaufhaustraße diente als Lager- und Verkaufsplatz. Am 7. Oktober 1820 wurde ein Kaufvertrag zwischen der Großherzoglichen Domänenverwaltung und dem Stadtrat zu Stockach geschlossen, der den Verkauf des Gebäudes an die Stadt für 4600 Gulden festschrieb. Bis zum Jahre 1977 war die Stadtverwaltung im ehemaligen Landvogteigebäude untergebracht.(Quelle: Hans Wagner, "Aus Stockachs Vergangenheit") In der typischen Herrschaftsstruktur der Barockzeit ist die Giebelseite des Gebäudes der Hauptstraße zugewandt. Über dem Haupteingang ist ein Stappen mit der Jahreszahl 1756 zu sehen. Im Inneren ist ein kleiner Bestand an barocken Stuckdecken erhalten. U - Boot mit Lenk-Kunst![]() Stadt, Goethestraße (2001) Anlässlich der U-Boot-Patenschaft der Stadt Stockach mit U 23 hat der Bodmaner Kunst-Provokateur Lenk den zu dieser Zeit amtierenden Bundesverteidigungsminister Scharping als mehrfachen Matrosen "an Bord geholt" und mit einem ausgemusterten U-Boot zu einem Kunstwerk kombiniert. Die Kunstwerke des Künstlers sind in der Bodenseeregion vielerorts anzutreffen, z.B. Imperia in Konstanz. Das ehemalige Gasthaus zum Weißen KreuzEcke Hauptstraße, Pfarrgasse Der Name wurde erstmals 1668 genannt. Im Gebäude mit den Arkaden übernachtete Marie-Antoinette vom 2. zum 3. Mai 1770. Sie war auf ihrem Brautzug nach Frankreich, wo sie den französischen König Ludwig XVI. heiraten sollte. Ab 1710 war das Haus in Behördenbesitz: ab 1806 Königlich Württembergisches Oberamt, ab 1811 Badisches Bezirksamt, von 1939 bis 1969 Landratsamt und bis 1991/1992 Außenstelle des Finanzamtes Singen und Polizeidienststelle. Nach einem Dachstuhlbrand vor einigen Jahren wurde das Gebäude vollständig saniert. Links zu Marie-Antoinette:
Evangelische Melanchthonkirche Stockach![]() Ecke Hauptstraße, Tuttlinger Straße Die Kirche wurde 1883 erbaut. Sie besitzt einen großzügigen Chorraum mit einem vier Meter hohen Holzkreuz und einer lebensgroßen Christusfigur. In den Haupteingangstüren befinden sich handgetriebene Reliefs der vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Mehrere größere Spenden, Sammlungen der Mitglieder und ein Zuschuss der Stadt machten den Baubeginn im Frühjahr 1883 möglich. Die Bauleitung lag in den Händen des Architekten Stüber, der auch die Steinhauerarbeiten übernahm. Am 16. September wurde der Grundstein gelegt. Am 30. Juni 1884 wurde schon der Kirchturm aufgerichtet und am 15. Oktober erhielt die neue Stätte christlichen Glaubens ihre kirchliche Weihe. Das rasche Anwachsen der Kirchengemeinde machte in der Mitte des 20. Jahrhunderts den Bau eines Gemeindezentrums sowie die Erweiterung der Kirche notwendig. Am 10. Juli 1960 war die Grundsteinlegung für beide Bauvorhaben. Landesbischof D. Julius Bender weihte am 18. März 1962 die evangelische Kirche neu und gab ihr den Namen "Melanchthonkirche". Stadtgarten![]() Romantisch angelegte und liebevoll gepflegte kleine Parkanlage im Stadtzentrum, ideal geeignet für eine kurze Erholungspause während eines Einkaufsbummels. Loreto Kapelle Stockach![]() Ortseingang von Ludwigshafen her, BAB Ausfahrt Stockach-Ost/B 31 Darin befindet sich die älteste bespielbare Orgel Badens 1661. Die Nellenburg![]() Unmittelbar bei der Stadt erhebt sich der Bergrücken der Nellenburg (613 m ü. d. M.) mit den bescheidenen Ruinen des Schlosses der Grafen von Nellenburg. Die Nellenburg wurde 1056 erstmals erwähnt. Sie wurde mehrfach belagert, zerstört, wieder aufgebaut und 1782 endgültig abgebrochen. Das "Tor zum Bodensee"Das „Tor zum Bodensee“ ist über fünf Meter hoch und vier Meter breit. Freistehend, aus Stahl, Aluminium und Acrylglas geschaffen, ist es in seiner Symbolik ein beeindruckendes Beispiel für Kunst im Kreisverkehr. Die Künstlerin Ursula Haupenthal aus Stockach hat das Kunstobjekt im Auftrag des Zweckverbandes Blumhof der Gemeinden Stockach und Bodman-Ludwigshafen entworfen und realisiert. Seit Oktober 2010 steht das „Tor“ im Kreisel der B 31 zwischen Stockach und Ludwigshafen.
Ursula Haupenthal lebt und arbeitet in Stockach-Winterspüren. Sie wurde 1955 in St. Wendel im Saarland geboren. Zu ihren Arbeiten zählen auch Skulpturen-Instrumente, für die sie komponiert und Konzerte gibt, Klanginstallationen und Fotografien von Metallen, Licht und Wasser, Zeichnungen. Das Kunstwerk:
Wetterbericht regionalKontaktTourist-Info © Stadt Stockach - Adenauerstraße 4 - 78333 Stockach - Fon: 07771/802-0 - Fax: 07771/802-8000 - E-Mail schreiben - 7 Inhalt - 8 Impressum - komm.on.line GmbH
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