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Zahlen - Daten - Fakten

Geographie

Hier finden Sie kurze Beschreibungen zur Geologie, Flora und Fauna, die Infrastruktur und die Geschichte Stockachs.

Geologie

Das heutige Landschaftsbild wurde zum großen Teil während der letzten Eiszeit (Würm) durch den Vorstoß des Rheingletschers aus den Alpen geprägt. Weite Teile der Landschaft werden deshalb von den Moränenhügeln und –wällen eingenommen. Als Erosionsformen hat der Rheingletscher große Zungenbecken mit dem Bodensee im Zentrum hinterlassen. Eine über 100 Meter tiefe Rinne durch die "Obere Meeresmolasse" führt von Stockach nach Zizenhausen. Die Hänge zeigen Molassegestein mit den Schichten verschiedener Ausbildungen von Sandstein, vom hellgelben, mittelkörnigen Glimmersandstein mit lagenweise härteren Kalksandlagen bis zum grobkörnigen, dunkleren Sandstein, inklusive eingelagerter Haifischzähne, Muscheln und Schneckengehäuse.

Luftbild Stockach und Bodensee
Luftbild Stockach und Bodensee

Flora und Fauna

Das Bodenseegebiet ist klimatisch bevorzugt und Lebensraum für eine reiche Pflanzen- und Tierwelt. Am Ende des Überlinger Sees liegt das Naturschutzgebiet „Bodenseeufer" zwischen Bodman und Ludwigshafen im Bereich der Stockacher Aachmündung. Die Flächengröße beträgt 130 Hektar. Schutzzweck ist die Erhaltung der Flußniederung der Stockacher Aach und des Bodenseeufers als Feuchtgebiet, das zahlreichen zum Teil vom Aussterben bedrohten Pflanzen - und Tierarten Lebensraum bietet und als Natur- und Kulturlandschaft von besonderer Eigenart und Schönheit zu erhalten ist.

Die Stockacher Aach entspringt nordöstlich von Schwackenreute bei Mühlingen. Auf ihrem Weg zum Bodensee verläuft sie als deutlich mäandrierender Flusslauf, der über weite Strecken mit einem gewässerbegleitenden Gehölz bestanden ist. Kurz vor der Mündung hat sich im Naturschutzgebiet "Bodenseeufer" ein großer Altarm mit einem wertvollen Bestand an Silberweiden ausgebildet.

Der ehemalige innerdeutsche Grenzstreifen ist inzwischen zu einem Refugium für seltene Pflanzen und Tiere geworden: Das „Grüne Band Deutschland“ verbindet heute zahlreiche wertvolle Lebensräume miteinander. Das „Grüne Band“ haben sich das Pestalozzi Kinderdorf, die Lokale Agenda und das UmweltZentrum zum Vorbild genommen, um vor Ort bestehende Biotope, wie Hecken, Baumbestände und Bäche, miteinander zu vernetzen. So entstand das „Grüne Band Wahlwies“, das sich nun als grüne Lebenslinie durch Wahlwies zieht.

Die Stadt Stockach ist – neben Nürtingen im Landkreis Esslingen – eine der zwei ausgewählten  Modellkommunen im vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz geförderten Modellprojekt „Biotopverbund Offenland“. Es soll gezeigt werden, wie dauerhafte Verbindungen zwischen artenreichen Biotop-Inseln im Offenland geschaffen werden können. Beispiele für solche Verbindungen sind Blühstreifen und Staudensäume.

Stockacher Aach
Stockacher Aach

Infrastruktur

Stockach bietet durch seine optimale Verkehrsanbindung - zwei Anbindungen an die Autobahn BAB 98 sowie Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B14, B 31, B 313 - und die preiswerten Gewerbe- und Industrieflächen einen idealen Unternehmensstandort. Ein großes Angebot an Freizeit- und Naturerholungsmöglichkeiten gewährleisten zudem ein hohes Maß an Lebensqualität.

Seit 1996 hat die Stadt wieder einen Schienenanschluss und damit eine Verbindung mit dem nationalen und internationalen Schienennetz. Dadurch können auch die nächstgelegenen Flughäfen in Friedrichshafen, Stuttgart-Echterdingen und Zürich (CH) per Zug erreicht werden.Umfangreiche Busverbindungen komplettieren die verkehrsmäßige Erschließung der Stadt und ermöglichen das Erreichen aller wichtigen Städte und Gemeinden in der Umgebung.

Das Mittelzentrum Stockach ist Sitz der Unteren Baurechtsbehörde für die Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft, bietet 16 Bildungseinrichtungen, attraktive Kinderbetreuungsangeboten und ein Krankenhaus der Grundversorgung  mit einem gelenkchirurgischen Schwerpunkt.

Schulzentrum Stockach
Schulzentrum Stockach mit Nellenburg-Gymnasium und Schulverbund Nellenburg
Krankenhaus Stockach
Das Krankenhaus Stockach ist ein Krankenhaus der Grundversorgung mit einem gelenkchirurgischen Schwerpunkt.

Industrie- und Gewerbegebiete

Unmittelbar an der Autobahnauffahrt Stockach-West im Industriegebiet "Hardt" stehen über 5 ha Fläche zur Industrie- und Gewerbeansiedlung bereit. Weitere baureife Gewerbeflächen stehen im Gebiet "Himmelreich" zur Verfügung.

Die Stadt Stockach und die benachbarte Seegemeinde Bodman-Ludwigshafen haben 2006/2007 gemeinsam ein hochwertiges Gewerbegebiet entwickelt. Neben dem bereits bestehenden Industriegebiet Hardt an der Autobahnabfahrt Stockach-West wurde direkt an der Autobahnabfahrt Stockach-Ost das Interkommunale Gewerbegebiet Blumhof angelegt.

Mit diesem sehr verkehrsgünstig gelegenen und hochwertigen Gewerbegebiet wurden für Dienstleistungsbetriebe und das Handwerk weitere Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen. Auf ca. 16 ha  Fläche konnten bislang Unternehmen aus verschiedenen Bereichen angesiedelt werden.

Die Erschließung weiterer attraktiver Gewerbeflächen befindet sich in der Planung.

Gewerbegebiet Blumhof
Gewerbegebiet Blumhof
Industriegebiet Hardt
Industriegebiet Hardt

Geschichte

Die Geschichte der Stadt Stockach ist eng mit der auf städtischer Gemarkung liegenden Nellenburg verknüpft. Die kleine Siedlung am Fuße des Burgberges wird erstmals 1150 urkundlich mit Namen erwähnt. Vermutlich verlegte Graf Mangold II. von Nellenburg-Veringen das Dorf nach 1250 auf eine Anhöhe und gründete eine Stadt mit planmäßig angelegten Straßen. Der Nachweis für die Existenz einer Stadt im Rechtssinn ist durch eine Urkunde vom 10. August 1283 gewährleistet.

Stockach gewann im Mittelalter vor allem als Gerichts- und Verwaltungssitz der Landgrafschaft Nellenburg am Schnittpunkt wichtiger Verkehrswege Bedeutung. Die Grafschaft gelangte 1465 durch Kauf an die Habsburger und Stockach wurde zum vorderösterreichischen Verwaltungszentrum im Hegau mit einer wichtigen Poststation für die Linien Wien-Paris, Stuttgart-Zürich und Ulm-Basel.

Die österreichischen Besitzungen in Südwestdeutschland wurden Anfang des 19. Jahrhunderts aufgeteilt und Stockach gelangte 1805 kurzfristig an Württemberg, bevor die Stadt 1810 badisch wurde. Als großherzoglicher Verwaltungssitz befanden sich in Stockach wichtige Behörden der dem Amtsbezirk zugeordneten Gemeinden. Die traditionelle Wirtschaftsstruktur der Stadt mit ihren kleinen Handwerksbetrieben und einem starken bäuerlichen Element verlor nach und nach ihre Bedeutung und Stockach entfaltete sich allmählich zu einem lebendigen Wirtschaftsstandort. Begünstigt wurde die Entwicklung durch den 1867 erfolgten Eisenbahnanschluss.

Mehr zur Geschichte Stockachs

Weitere Informationen

Wissenswertes

  • Stockach
  • Postleitzahl: 78333
  • Postfach: 78329
  • Koordinaten:

    • 47°51´nördliche Breite
    • 9°1´östliche Breite

  • Höhenlage:

    • kath. Kirche/Kernstadt Stockach 491 m
    • niedrigster Punkt: südl. Espasingen, nahe Gärtnerei Späth 399,60 m
    • höchster Punkt: Stadtwald "Salach", 681,1 m

  • Gemarkungsfläche: 69,3 km²

    • Davon 14 % Siedlungs- und Verkehrsfläche
    • 31 % Waldfläche
    • und 54 % Landwirtschaftsfläche

  • Bevölkerung:

Statistik-BW

Umfangreiche Daten zu Stockach und anderen Kommunen in Baden-Württemberg erhalten Sie auf der Homepage des Statistischen Landesamts unter www.statistik-bw.de.