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Archiv

Artikel vom 22.06.2016

Riesen-Bärenklau: Nicht berühren!

Der Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) gehört zu den auffälligsten Neophyten: eine riesige weiße Doldenblüte, bis zu vier Meter hohe Exemplare und große gesägte Blätter. Eingeführt wurde diese kaukasische Gebirgspflanze Ende des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze. Seitdem breitet sie sich bei uns in Kiesgruben, auf Brachen, an Straßen, Bächen und Waldrändern massiv aus.

Alle Teile der Pflanze enthalten das Gift Furocumarin. Verstärkt bei Sonneneinstrahlung kann die Berührung zu schwersten allergischen Hautreaktionen führen, die Verbrennungsnarben bleiben dauerhaft.

Bekämpfung:

Nachhaltig: Ausgraben der jungen Pflanze in der zweiten Aprilhälfte mit der Wiedehopfhaue. Der Bärenklau hat eine rübenartige Wurzel mit zahlreichen seitlichen Fäden, die nicht vollständig entfernt werden müssen. Nachteil: die geringe Stundenleistung.

Gezielt: Nach Samenansatz im zweiten Jahr stirbt der Riesenbärenklau ab! Daher ist das rechtzeitige Abschneiden der Dolden bei beginnendem Samenansatz mittelfristig hilfreich. Die Dolden müssen dabei entfernt werden, weil sie nachreifen. Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an! Schneidet man zu früh, kommt es zur Nachblüte, ist man zu spät, fallen beim Abschneiden bereits die ersten Samen aus.

Kontrovers: größere Bestände sind m. E. nur mit einem Herbizid (Einpinseln der Blätter im Frühjahr oder Injizieren) effektiv zu beseitigen. Nachteil: in Schutzgebieten nicht anwendbar.

Schadensbegrenzend: Mehrfache Mahd kann eine Samenbildung verhindern, die Pflanzen sterben aber nicht ab, sondern treiben immer wieder neu aus.

Kontraproduktiv: Fräsen und andere Formen der Bodenverletzung verbessern die Ankeimbedingungen für die Samen.

Quelle: www.waldwissen.net/waldwirtschaft/schaden/invasive/lwf_riesenbaerenklau_bekaempfung/index_DE