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Ausstellung Digital

Vom 14.07.-14.11.2020 zeigt das Stadtmuseum die Ausstellung „Achtung Hochspannung – Experimente, Geschichten, Entdeckungen rund um den Strom“. Während der technische Teil von den vielen Experimentierstationen geprägt ist und am besten vor Ort erlebt werden kann, wollen wir die regionale Stromgeschichte von Stockach und der Region in 12 Posts bis in den Herbst vorstellen. Mehr gibt es in der Ausstellung: Besuchen Sie uns!

Mächtiger Schwachstrom – Telegrafie und Telefonie

Lange bevor die Stadt an das Stromnetz angeschlossen wurde, kam man in Stockach schon mit Elektrizität in Verbindung. Seit der Erfindung des Schreibtelegrafen durch Samuel Morse 1844, setzte sich die elektrische Telegraphie weltweit schnell durch. Telegrafie ist eine Schwachstromtechnik, die Signale werden über 30-Volt-Leitungen von Ort zu Ort übertragen. Schon 1857 wurde Stockach an das Telegrafennetz angeschlossen. Die alte Postkutschenstation behielt ihre Zentralität auch im Zeitalter der Telegrafie. Bereits 1870 gab es Telegrafenlinien Richtung Meßkirch, Radolfzell und Friedrichshafen sowie schnellere Direktverbindungen nach Schaffhausen, Radolfzell und Singen. 1878 setzte sich mit dem Telefon die nächste Erfindung durch. Bereits um 1880 dürften die Stockacher Telegrafenleitungen auch für den „Fernsprecher“ genutzt worden sein, zunächst nur auf dem Postamt, später auch in einzelnen Haushalten.

Es werde Licht

1884 führte Triberg im Schwarzwald als erste Stadt in Deutschland die elektrische Straßenbeleuchtung ein. Selbst die berühmten Triberger Wasserfälle wurden mit Bogenleuchten angestrahlt und bald auch Privathäuser elektrisch erleuchtet. In Stockach wurde erst 1904 eine städtische Gasanstalt eingerichtet und in den Straßen Gasglühlaternen eingeführt. Diese konnten zwar die Nacht zum Tag machen, aber waren nicht annähernd so praktisch wie elektrisches Licht. In Innenräumen waren Gaslampen sogar gefährlich. 1881 starben bei einer Gasexplosion und dem anschließenden Brand im Wiener Ringtheater mindestens 384 Menschen. In Innenräumen wurde deshalb häufig Petroleum verwendet. Als dieses im ersten Weltkrieg knapp wurde, wurde die Sehnsucht nach elektrischer Beleuchtung umso größer.

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