Stockach (Druckversion)

Projektbeschreibung für den Raum Stockach

Für den dauerhaften Erhalt von Tier- und Pflanzenarten ist eine Verbindung ihrer Lebensräume wichtig. In dem vom Ministerium für Ländlichen Raum um Verbraucherschutz geförderten Modellprojekt „Biotopverbund Offenland“ zeigt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg e. V., am Beispiel von zwei Kommunen, wie dauerhafte Verbindung zwischen artenreichen Biotop-Inseln im Offenland geschaffen werden können. Beispiele für solche Verbindungen sind Blühstreifen und Staudensäume.

Die Stadt Stockach ist – neben der Stadt Nürtingen im Landkreis Esslingen – eine der zwei ausgewählten Modellkommunen. Der Gemeinderat Stockachs hat der Teilnahme an dem Modellprojekt am 27. April 2016 zugestimmt.
Stockach erhält in Rahmen des Projekts einen Biodiversitätsscheck und eine langfristige Planungsgrundlage (Biotopverbundplanung), die zum Beispiel eine höhere Planungssicherheit die Bauleit- und Flächennutzungsplanung ermöglicht. Zudem bietet die Biotopverbundplanung eine Grundlage für sinnvolle Maßnahmen zur Aufwertung von Natur und Landschaft.

Mit der Erstellung der Planung wurde das Büro 365° freiraum + umwelt beauftragt worden. Dieses hat bis Mai 2018 die Lebensräume und die Arten auf der Gemeindefläche Stockachs kartieren. Nach Kartierung der Lebensräume und Arten und des Biodiversitäts-Check erfolgte die Biotopverbundplanung. Die Ausarbeitung von konkreten Maßnahmen erfolgte.
Das Ergebnis der Arbeit finden Sie hier. Der Gemeinderat hat dem erarbeiteten Konzept zugestimmt. Mit der Umsetzung der Maßnahmen wurde begonnen.

Projektbeschreibung für den Raum Stockach, erstellt von "365° freiraum + umwelt, Überlingen" im Auftrag des BUNDes Landesverband Baden-Württemberg e.V.

Den aktuellen Projektflyer finden Sie hier.

 

 

Neues Amphibiengewässer in Hoppetenzell

Stillgewässer bei Hoppetenzell

Anfang April 2017 haben das UmweltZentrum Stockach und die Heinz Sielmann Stiftung ein neues Amphibiengewässer östlich von Stockach-Hoppetenzell angelegt. Das ca. 500 m² große und bis zu 1,5 m tiefe Stillgewässer liegt innerhalb der Flächenkulisse für den Biotopverbund Baden-Württemberg und bietet künftig wichtige Lebensräume vor allem für Amphibien, Libellen und Vögel. Realisiert wurde die Biotopmaßnahme im Rahmen des derzeit am Bodensee laufenden Interreg-Projekts „Kleingewässer für die Bodenseeregion“, worüber die Neuanlage und Sanierung von Stillgewässern zu 60% aus EU-Mitteln gefördert wird.

Der neue Weiher wurde auf einer Fläche des Forst Baden-Württemberg angelegt, der das Grundstück  für das Naturschutzprojekt zur Verfügung gestellt hat. Aufgrund von zahlreichen natürlichen Wasseraustritten füllte sich der Hoppetenzeller Amphibienteich innerhalb kurzer Zeit. Auch über die Sommermonate war der Wasserstand auf hohem Niveau konstant, sodass die Projektverantwortlichen derzeit von einem ganzjährig hohen Wasserstand ausgehen.
Wenn es zur Amphibienwanderung und Laichzeit im kommenden Frühjahr hoffentlich Interessantes am neuen Teich zu sehen gibt, werden das UmweltZentrum Stockach und die Heinz Sielmann Stiftung das Projekt im Rahmen einer Veranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Heinz Sielmann Stiftung unter  07771/8798377, sindy.bublitz@sielmann-stiftung.de oder beim UmweltZentrum Stockach unter 07771/4999, info@uz-stockach.de.

Kernflächen des Biotopverbunds in Stockach

  1. Kulturlandschaft um Hoppetenzell: Reich strukturierte Landschaft mit Magerweiden, Nasswiesen, Bächen mit begleitender Gehölzstruktur, Feldgehölzen und eingestreuten kleinen Röhrichten, Rieden und Sümpfen.
  2. Obstwiesen, Grünland und Nasswiesen in Mahlspüren im Hegau und Münchhöf.
  3. Talhang westlich Stockach mit Mähwiesen, Feuchtweiden, Feldgehölzen und eingestreuten kleinen Röhrichten, Rieden und Sümpfen.
  4. Östlicher Ortsrand Hindelwangen: Talhang mit Mähwiesen, Feldgehölzen und eingestreuten kleinen Röhrichten, Rieden und Sümpfen.
  5. Tal der Mahlspürer Aach mit Feuchtwiesen und Aach mit gewässerbegleitendem Gehölzstreifen, an Talhängen Magerwiesen mit Magerweiden, Feldgehölze und eingestreute kleine Röhrichte, Riede und Sümpfe.
  6. Tal der Stockacher Aach mit gewässerbegleitendem Gehölzstreifen, an Talhang Espasingen Sukzessionsgehölze auf ehemaligen Magerwiesen / Magerrasen.
  7. Schanderied mit Streuwiesen, Röhrichten, Rieden, Sümpfen und Sumpfwald.
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